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Für die Lasik- Laser-OP muss man 18 Jahre alt sein, die Fehlsichtigkeit darf sich seit mindestens einem halben Jahr nicht mehr verändert haben, und die Augenhornhaut muss eine bestimmte Mindestdicke aufweisen. Für Patienten mit Augenerkrankungen wie Grauer oder Grüner Star sowie Schwangere ist der Eingriff nicht unbedingt geeignet. Wird immer nach der gleichen Methode operiert? Im Wesentlichen stehen heute drei Verfahren zur Auswahl. Meistens wird die moderne LASIK-Technik eingesetzt. Daneben gibt es in einigen Kliniken bereits das ganz neue Femto-LASIK-Verfahren sowie noch die alte LASEK-Methode. Was versteht man unter LASIK? Bei dieser Methode schneiden wir vor dem eigentlichen Laser-Eingriff mit einem Mikro-Skalpell eine 0,16 mm dünne Schicht der Hornhautoberfläche so ab, dass man sie zur Seite klappen kann. Dann wird die Augenhornhaut mit dem Laser korrigiert. Der Laserstrahl modelliert sie so, dass das Auge wieder normal sieht. Anschließend wird das kleine Hornhaut-Scheibchen wieder zurückgeklappt. Es wächst rasch an und verschließt den gelaserten Bereich wie ein natürlicher Verband. Diese Technik hat sich jetzt seit 15 Jahren gut bewährt. Und LASEK? Das ist die alte Technik, bei der die oberste Deckschicht der Hornhaut nicht eingeschnitten, sondern mit einer schwachen Alkohollösung benetzt, dann mit einem Spatel gelöst und zusammengerollt wird. Nach dem Laser-Eingriff wird sie zurückgestreift. Diese Methode setzt man heute nur noch selten ein. Und was ist das Besondere an der Femto-LASIK-Methode? Hier wird die oberste Deckschicht der Hornhaut vor dem Eingriff nicht mit einem Mikro-Skalpell abgetrennt, sondern mit einem Spezial-Laser, dem Femto-Laser. Das ist genauer, sanfter und schonender. Es gibt weniger Komplikationen als bei LASIK. Wie oft kommt es bei Lasik Laser-Eingriffen zu Komplikationen? Bei LASIK liegt die Rate ernsthafter Komplikationen bei erfahrenen Augenchirurgen nur noch unter einem halben Prozent, meistens bedingt durch den Schnitt mit dem Mikro-Skalpell. Durch den Femto-Laser hat sich die ohnehin schon geringe Komplikationsrate noch mal deutlich reduziert.
Welche Fehlsichtigkeiten kann man mit dem Lasik Laser korrigieren? Bei einer normal dicken Hornhaut von ca. einem halben Millimeter korrigieren wir Kurzsichtigkeit bis zu minus 10 Dioptrien, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung bis zu 3 Dioptrien. Und wenn die Hornhaut dünner als normal ist? Das ist bei etwas jedem Zehnten der Fall. Bei einer Korrektur werden pro Dioptrien bis zu 0,015 mm Gewebe abgetragen. Insgesamt darf die Hornhaut aber nicht dünner als 0,42 mm werden. Ein Patient, dessen Hornhaut beispielsweise nur 0,45 mm dick ist, kann daher nur rund 2 Dioptrien korrigieren lassen. Hilft der Laser auch gegen Alterssichtigkeit, so dass man keine Lesebrille mehr braucht? Leider nein, denn die Alterssichtigkeit entsteht durch eine natürliche Veränderung der Augenlinse. Sie kann sich im Alter nicht mehr so gut zusammenziehen und von Weit- auf Nahsehen umstellen. Ein Eingriff an der Hornhaut hätte keinen Effekt. Deshalb brauchen auch LASIK-Patienten im Alter eine Brille. Welche Untersuchungen macht der Arzt vor dem Lasik Eingriff? Er misst Fehlsichtigkeit, Hornhautdicke und maximale Größe der Pupille, bestimmt die Oberflächen-Beschaffenheit von Vorder- und Rückseite der Augenhornhaut sowie das Dämmerungs- und Kontrastsehen. Zwei Wochen vorher darf der Patient keine Kontaktlinsen mehr tragen, da dies die Ergebnise der Messungen verfälschen könnte. Wie lange dauert der Lasik Eingriff? Mit den Vorbereitungen dauert der Eingriff etwa 15 Minuten für beide Augen. Das Lasern dauert nur Sekunden. Die Augen werden mit speziellen Tropfen betäubt. Deshalb hat der Patient während und nach dem Eingriff keine Schmerzen. Wann kann man wieder gut sehen? Meistens können die Lasik Patienten abends schon wieder gut sehen. Was kostet der Eingriff? LASIK kostet ca. 3900 Euro für beide Augen, Femto-LASIK rund 4900 Euro.
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